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Lymphome - Tumortypen und in Frage kommende Therapien

Multiples Myelom oder Plasmozytom

Bei dieser Erkrankung bilden die B-Lymphozyten anstelle von Antikörpern so genannte Myelom-Proteine, die sich im Blut befinden. Sind sie im Urin enthalten, werden sie Bence-Jones-Proteine genannt.

Ist ein einzelner Tumor im Knochen oder Knochenmark vorhanden, spricht man von einem Plasmozytom, das eine seltene Form des multiplen Myeloms darstellt. Folge dieser Erkrankung können Knochenbrüche und Knochenauflösungen sein. Ein Plasmozytom kann auch außerhalb des Knochenmarks, z.B. im Magen-Darm-Trakt oder in den Atemwegen auftreten. Unbehandelt entwickelt sich aus einem Plasmozytom häufig ein multiples Myelom.

Im Gegensatz zu den niedrig malignen Lymphomen, ist beim multiplen Myelom das Skelett mit Lymphomzellen befallen, wodurch es zu diffusen Knochenschmerzen kommt. Meist dauert es lange bis die richtige Diagnose gestellt wird, wenn nicht ein Knochenbruch auf die veränderte Knochenstruktur aufmerksam macht. Andere Symptome können Infektionen der Harn- und Atemwege oder eine Beeinträchtigung der Niere sein. Zur Abschätzung des Krankheitsstadium spielen die geschätzte Tumormasse, das Ausmaß des Knochenbefalls sowie die Blut- und Urinwerte eine Rolle.

    Als Behandlung kommt in Frage:
  • Im Stadium I Abwarten unter Beobachtung – bisher gibt es keinen Beleg dafür, dass Patienten ohne größere Beschwerden von einer frühen Behandlung einen Nutzen haben. Machen die Nieren wegen der eingelagerten Eiweiße Probleme oder schreitet die Krankheit fort, kommt eine Chemotherapie in Frage.
  • Im Stadium II und III scheint eine hoch dosierte Therapie mit einer anschließenden Stammzelltransplantation von großem Nutzen zu sein. Anders als bei vielen anderen Erkrankungen können die Stammzellen auch vom Patienten selbst genutzt werden (autologe Transplantation).
  • Kommt eine hochdosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation nicht in Frage, ist eine Therapie mit einer Kombination aus Zytostatikum und Cortison (Dexamethason) möglich. Beide Substanzen können als Tabletten gegeben werden.
  • Schreitet die Erkrankung trotz Therapie weiter fort, muss eine dem Allgemeinzustand angepasste Chemotherapie mit den Körper stärker belastenden Zytostatika in Erwägung gezogen werden.

Als Unterstützung zur Therapie sind schmerzstillende Maßnahmen sinnvoll, da die Erkrankung zu Knochenschmerzen führt. Außerdem geeignet sind Bestrahlungen und Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen und den Calciumspiegel senken (Bisphosphonate).