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Lymphome - Tumortypen und in Frage kommende Therapien

Aggressive, hoch maligne Lymphome

    Zu den aggressiven, hoch malignen Formen zählen:
  • Das follikuläre Lymphom Grad IIIb
  • Das Mantelzell-Lymphom
  • Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom
  • Das Burkitt-Lymphom
  • Die lymphoblastischen Lymphome
  • Das systemische T-Zell-Lymphom

Die Behandlung muss schnell erfolgen, weil die Erkrankung schnell lebensbedrohlich werden kann. Das liegt daran, dass die Krankheit durch eine hohe Zellteilungsrate gekennzeichnet ist und die Zellen schon früh durch den ganzen Körper wandern. Allerdings sprechen hoch maligne Lymphome aufgrund der hohen Zellteilungsrate gut auf die Therapie an.

    Folgende Behandlungsmaßnahmen kommen in Frage:
  • Dazu gehört die Behandlung mit einer Kombination verschiedener Zytostatika, da bei dieser Behandlung großer Erfolg auf Heilung besteht. Allerdings muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden, die aber in Kauf genommen werden.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht in einer kombinierten Behandlung von Zytostatika und einem Antikörper. Eine alleinige Strahlentherapie hingegen ist bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen wenig Erfolg versprechend, allerdings in Kombination mit Zytostatika gut geeignet, um große Tumormassen zu verkleinern und nach einer Chemotherapie zurückgebliebene Tumorreste zurückzudrängen.
  • Einige Formen aggressiver Non-Hodgkin-Lymphome befallen auch das Zentralnervensystem. Hier profitieren Patienten von einer Bestrahlung des Gehirns und eventuell auch des Rückenmarks. Zytostatika helfen nur, wenn sie mit einer besonderen Injektionstechnik direkt in das Nervenwasser, den so genannten Liquor gegeben werden. Das liegt daran, dass Gehirn und Rückenmark durch die Blut-Hirn-Schranke so gut geschützt werden, dass Chemotherapeutika, die über eine Vene appliziert werden, gar nicht zu ihnen gelangen würden.

Bei Krankheitsrückfällen muss die Dosis der Zytostatika erhöht werden. Dies geschieht meist in Zusammenhang mit einer Stammzelltransplantation, da die Therapie sonst sehr schlecht vertragen würde. Bei der Stammzelltransplantation ist der Patient nicht auf Spender aus der Familie oder aus einer Spenderdatei angewiesen, sondern er kann mit seinen eigenen Stammzellen behandelt werden. Man spricht dann von einer autologen Übertragung.