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Lymphome - Tumortypen und in Frage kommende Therapien

Follikuläre Lymphome

Diese Form der Lymphome gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen und man unterscheidet je nach Grad der Veränderungen der Zellen vier verschiedene Typen: Grad I, II und IIIa verlaufen langsam und werden zu den niedrig malignen, eher chronischen Lymphomformen gerechnet, wohingegen Grad IIIb eine aggressive Form darstellt und sich relativ schnell entwickelt, so dass es den Patienten plötzlich schlecht geht.

    Als Therapie kommen in Frage:
  • Bei den follikulären Lymphomformen die Behandlungsformen für aggressive maligne Lymphome
    • Dazu gehört die Behandlung mit einer Kombination verschiedener Zytostatika, da bei dieser Behandlung großer Erfolg auf Heilung besteht. Allerdings muss mit Nebenwirkungen gerechnet werden, die aber in Kauf genommen werden.
    • Eine weitere Möglichkeit besteht in einer kombinierten Behandlung von Zytostatika und einem Antikörper. Eine alleinige Strahlentherapie hingegen ist bei aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen wenig Erfolg versprechend, allerdings in Kombination mit Zytostatika gut geeignet, um große Tumormassen zu verkleinern und nach einer Chemotherapie zurückgebliebene Tumorreste zurückzudrängen.
  • Für sehr frühe Stadien der niedrig malignen follikulären Lymphome Grad I und II die alleinige Strahlentherapie. Sie kann zu einer dauerhaften Heilung führen.

In den Stadien I und II ist eine sorgfältige Abwägung erforderlich, ob eine Therapie nicht belastender ist, als die sich oft nur langsam entwickelnden Beschwerden der Erkrankung. Bestehen allerdings schon große Lymphome, die Schmerzen verursachen oder die Blutbildung beeinträchtigen, ist eine Chemotherapie angezeigt. Dies gilt ebenso für den Fall, wenn die Krankheit nach einer ersten Besserung erneut auftritt. Dann ist eventuell sogar eine Hochdosistherapie sinnvoll.

  • In der Regel wird bei fortgeschrittenem follikulären Lymphomen die Chemotherapie mit einer Antikörpertherapie kombiniert. Dieser trägt den Substanznamen Rituximab und ist zugelassen für die Behandlung bei einem Rückfall nach durchgeführter Chemotherapie. Ein alleiniger Einsatz des Antikörpers kommt nur bei Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand in Frage.
  • Der Antikörper lässt sich auch mit radioaktiven Substanzen koppeln, die dann sehr gezielt die Lymphomzellen bestrahlen.