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Lymphome - Tumortypen und in Frage kommende Therapien

Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)

Die chronisch lymphatische Leukämie zählt trotz ihres Namens zu den niedrig malignen B-Zell-Lymphomen. Sie ist gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl an weißen Blutkörperchen im Blut und durch Befall des Knochenmarks. Die Krankheit schreitet nur sehr langsam voran, so dass viele Patienten ihre Krankheit erst einmal gar nicht bemerken. Allerdings kommt es früher oder später ohne Behandlung durch den Befall des Knochenmarks und die dadurch gestörte Blutbildung

  • Zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, weil die Granulozyten und funktionsfähigen Lymphozyten als Zellen des Immunsystems fehlen;
  • Zu einer Blutarmut durch zu wenig rote Blutkörperchen (Anämie) mit Müdigkeit und Erschöpfung als Folge;
  • Zu einer gestörten Blutgerinnung wegen zu geringer Blutplättchenzahl und
  • Zu Beschwerden wegen vergrößerter Milz, Leber und Lymphknoten

In der Einteilung der Krankheitsstadien spielen der Wert des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten), die Zahl der betroffenen Lymphknoten sowie die Größe der betroffenen Organe eine Rolle.

Die Behandlung richtet sich danach, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist und inwieweit sie den Patienten beeinträchtigt. Sie reicht von einem kontrollierten Abwarten, über Chemotherapie bis hin zur Hochdosistherapie. So lange die Patienten in ihrer Lebensqualität nicht eingeschränkt sind, kann unter regelmäßiger Kontrolle der Blutwerte abgewartet werden. Erst wenn die Erkrankung zu einer deutlichen Leistungsminderung führt, geschwollene Lymphknoten Beschwerden bereiten oder sich das Blutbild deutlich in Richtung der leukämischen Erkrankungsform verschlechtert, kommen

  • Chemotherapie-Formen mit Tabletten oder Infusionen in Frage,
  • zusätzlich Antikörper gegen die Lymphomzellen, in Kombination mit Chemotherapie oder
  • eine hochdosierte Chemotherapie mit Stammzell- oder Knochenmarkstransplantation.

Die Ziele der Behandlung einer chronisch lymphatischen Leukämie sind die Verbesserung oder Erhaltung der Lebensqualität und ihre Lebensverlängerung. Bei Krankheitsrückfällen hängt die folgende Therapie davon ab, ob der Rückfall nach der Behandlung schnell oder erst nach längerer Zeit auftritt. Im ersten Fall ist es sinnvoll, eine oder mehrere andere zytostatische Medikamente zu verwenden, wohingegen im zweiten Fall die gleiche Medikation erneut verwendet werden kann.