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Leukämie - Therapie

Gewinnung der Stammzellen für die Stammzelltransplantation

Eine Gewinnung der Stammzellen ist sowohl aus dem Knochenmark als auch aus der Blutbahn möglich.

Um Stammzellen aus dem Knochenmark zu gewinnen, wird dem Fremdspender unter Narkose ungefähr ein Liter Knochenmarkblut aus dem Beckenkamm entnommen.

Eine Methode, die wesentlich häufiger angewendet wird, ist die Gewinnung der Stammzellen aus dem Blut. Vor der Entnahme ist es notwendig, dem Spender einen Wachstumsfaktor, den sogenannten Granulozyten-Makrophagen-koloniestimulierende Faktor G-CSF zu verabreichen, der die Blutbildung anregt und Blutstammzellen vermehrt aus dem Knochenmark in den Blutkreislauf übertreten lässt.

Die Stammzellen können nach Entnahme bei einer Temperatur von minus 192 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff tiefgefroren gelagert werden. Eine andere Möglichkeit Stammzellen zu gewinnen, besteht in der Nabelschnur von Neugeborenen. Allerdings reicht die darin enthaltene Menge an Stammzellen nicht für Erwachsene aus, sondern lediglich für Kinder und Jugendliche. Als nicht sinnvoll erscheint das Einfrieren von Nabelschnurblut, da nicht geklärt ist, wie lange solche Depots eingefroren werden können. Außerdem ist unklar, ob bei den Kindern und Jugendlichen, die an Leukämie erkranken evtl schon im Nabelschnurblut Krebszellen enthalten sein können, so dass diese Kinder nicht ihre eigenen Stammzellen sondern die eines gesunden Spenders erhalten würden.