Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.

Startseite

Therapie von Brustkrebs je nach Stadium

Brustkrebs in den Stadien I bis IV, metastasierter Brustkrebs, rezidivierter Brustkrebs

Stadium Tis Als Brustkrebs im Stadium Tis wird ein lobuläres Carcinoma in situ (LCIS) oder ein duktales Carcinoma in situ (DCIS) bezeichnet.

LCIS: Die meisten Frauen mit LCIS werden nicht behandelt. Statt dessen kann der Arzt regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfehlen, um Anzeichen für Brustkrebs zu erkennen. Manche Frauen nehmen Tamoxifen, um das Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs zu senken. Andere nehmen u. U. an Studien mit vielversprechenden neuen präventiven Therapien teil. Ein LCIS in einer Brust erhöht das Krebsrisiko für beide Brüste. Aus diesem Grund entscheiden sich einige wenige Frauen mit LCIS für eine Operation, bei der beide Brüste entfernt werden (bilaterale prophylaktische Mastektomie). Damit soll verhindert werden, dass sich Krebs entwickelt. Die Lymphknoten in der Achselhöhle werden dabei i. d. R. nicht entfernt.
DCIS: Bei den meisten Frauen mit DCIS wird eine brusterhaltende Operation gefolgt von einer Strahlentherapie durchgeführt. Die Lymphknoten in der Achselhöhle werden meist nicht entfernt. Bei Frauen mit DCIS kann auch eine Behandlung mit Tamoxifen durchgeführt werden, um das Risiko zu senken, dass sich invasiver Brustkrebs entwickelt.

Stadium I bis IV

Bei Frauen mit Brustkrebs der Stadien I bis IV werden u. U. mehrere Behandlungen miteinander kombiniert. Einige Frauen (insbesondere Frauen mit Brustkrebs in Stadium I oder II) wählen eine brusterhaltende Operation gefolgt von einer Strahlentherapie der Brust. Andere entscheiden sich für eine Mastektomie. Bei jeder der beiden Vorgehensweisen werden häufig auch die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt. Der Arzt empfiehlt eventuell nach der Mastektomie eine Strahlentherapie, wenn in mehr als 3 Lymphknoten in der Achselhöhle Krebszellen gefunden werden oder wenn der Tumor in der Brust groß ist.

Die Entscheidung zwischen einer brusterhaltenden Operation (gefolgt von einer Strahlentherapie) und einer Mastektomie hängt von vielen Faktoren ab: Größe, Lokalisation und Stadium des Tumors; Größe der Brust; bestimmte Merkmale der Krebserkrankung; wie wichtig es für die betreffende Frau ist, ihre Brust zu erhalten; wie die betreffende Frau zu einer Strahlentherapie steht; Erreichbarkeit eines Radiologen für die betreffende Frau.

Bei manchen Frauen (insbesondere bei Frauen mit Brusttumoren der Stadien II, III oder IV) wird vor der Operation eine Strahlentherapie durchgeführt. Mit einer Chemotherapie vor der Operation kann ein großer Tumor zum Schrumpfen gebracht werden, so dass eine brusterhaltende Operation möglich ist.

Nach der Operation wird bei vielen Frauen eine adjuvante Therapie (Chemo-, Hormontherapie oder beides) durchgeführt. Die adjuvante Therapie dient dazu, etwaige übriggebliebene Krebszellen zu zerstören und zu verhindern, dass der Krebs in der Brust oder an einer anderen Stelle erneut auftritt.

Eine Chemotherapie wird bei rezeptornegativen (hormonell kaum beeinflussbaren) Tumoren empfohlen, bei hohem Risiko (Anzahl befallener Lymphknoten, Bösartigkeitsgrad des Gewebes) auch bei rezeptorpositiven.

Wenn eine Chemotherapie den Tumor zum Schrumpfen bringt, kann der Arzt eine zusätzliche Behandlung empfehlen.

Mastektomie: Dabei werden die Brust und meist auch die Lymphknoten in der Achselhöhle chirurgisch entfernt. Nach der Operation kann eine Bestrahlung des Brustkorbs und des Achselhöhlenbereichs durchgeführt werden.
Brusterhaltende Operation: Dabei wird der Krebs, aber nicht die Brust chirurgisch entfernt. Meist werden auch die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt. Nach der Operation kann u. U. eine Bestrahlung der Brust und des Achselhöhlenbereichs erfolgen.
Strahlentherapie anstelle einer Operation: Bei manchen Frauen wird eine Strahlentherapie durchgeführt, aber keine Operation.

Metastasierter Brustkrebs

In den meisten Fällen wird bei metastasiertem Brustkrebs trotz der Metastasierung eine Operation durchgeführt, kombiniert mit Hormon- u./o. Chemotherapie. Bei manchen wird auch eine Immuntherapie durchgeführt. Eine Bestrahlung kann dazu dienen, Tumore in bestimmten Körperregionen unter Kontrolle zu bringen. Diese Behandlungen werden die Krankheit wahrscheinlich nicht heilen, aber sie können die Überlebenszeit verlängern.

Rezidivierter Brustkrebs

Rezidivierter Brustkrebs ist ein Brustkrebs, der nach einer Behandlung erneut aufgetreten ist. Die Behandlung bei rezidiviertem Brustkrebs hängt weitgehend von der Lokalisation und der Ausdehnung des Krebses ab sowie davon, welche Behandlung bei der betreffenden Frau zuvor durchgeführt wurde.

Wenn nach einer brusterhaltenden Operation erneut Brustkrebs in der Brust (nicht an einer anderen Stelle) auftritt, kann eine Mastektomie durchgeführt werden. Die Chancen sind gut, dass die Krankheit nicht an einer anderen Stelle erneut auftritt.

Wenn Brustkrebs an anderen Stellen des Körpers erneut auftritt, kann die Behandlung in einer Chemotherapie, Hormontherapie oder Immuntherapie bestehen. Eine Strahlentherapie kann hilfreich sein, um Krebs, der in den Brustmuskeln oder in bestimmten anderen Körperregionen erneut auftritt, unter Kontrolle zu bringen.