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Nachsorge nach einer Brustkrebsbehandlung

Wichtig, weil Brustkrebs manchmal erneut auftritt

Der Genesungsprozess verläuft je nach Art der Behandlung und u. a. abhängig davon, ob der Krebs gestreut hat, bei jeder Frau anders. Krankengymnastische Übungen für den Arm und die Schulter können einer Frau nach der Operation helfen, die Beweglichkeit und Kraft in diesen Bereichen wieder zu gewinnen. Sie können auch Schmerzen und Steifheit im Nacken und Rücken verringern. Mit speziellen Übungen kann oft bereits einen Tag nach der Operation begonnen werden. Die Übungen werden langsam und vorsichtig und bei Bedarf im Bett durchgeführt – oft unter Anleitung eines Physiotherapeuten. Nach einiger Zeit können die Übungen aktiver werden; regelmäßiges Training kann dann Bestandteil des Alltags der Frau werden. (Frauen, bei denen eine Mastektomie und eine sofortige Brustrekonstruktion durchgeführt wurde, sollten spezielle Übungen ausführen, die der Arzt erklären wird.) Oft können bestimmte Übungen sowie die Hochlagerung des Arms auf einem Kissen beim Liegen verhindern, dass nach der Operation ein Lymphödeme auftritt, oder sie können dieses abmildern.

Nach einer Brustkrebs-Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Selbst wenn der Krebs offenbar vollständig entfernt oder zerstört wurde, tritt die Krankheit manchmal erneut auf, weil nach der Behandlung irgendwo im Körper unentdeckte Krebszellen zurückgeblieben sind. Der Arzt überwacht den Genesungsprozess und kontrolliert auf Krebsrezidive. Kontrolluntersuchungen tragen dazu bei sicherzustellen, dass alle etwaigen Veränderungen des Gesundheitszustandes möglichst früh erkannt werden.

Eine Frau, die in einer Brust Brustkrebs gehabt hat, sollte alle Veränderungen im behandelten Bereich oder in der anderen Brust umgehend ihrem Arzt mitteilen. Sie sollte auch angeben, ob sie körperliche Probleme (Schmerzen, Appetit- oder Gewichtsverlust, Veränderungen des Menstruationszyklus, ungewöhnliche Vaginalblutungen oder Sehstörungen) hat. Auch Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot, Husten oder Heiserkeit, Rückenschmerzen oder Verdauungsprobleme, die ungewöhnlich erscheinen oder nicht verschwinden, sollten angegeben werden. Manche Beschwerden können noch Monate oder Jahre nach der Behandlung auftreten. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass der Krebs wieder aufgetreten ist, können aber auch Symptome anderer Gesundheitsprobleme sein. Es ist wichtig, diese einem Arzt mitzuteilen, so dass die Ursachen der Probleme so bald wie möglich diagnostiziert und behandelt werden können.

Zur Nachsorge gehört i. d. R. auch eine Untersuchung der Brüste, des Brustkorbs, des Halses und der Achselhöhlen. Da bei einer Frau, die Brustkrebs gehabt hat, ein höheres Risiko besteht, dass sie wieder an Brustkrebs erkrankt, sollte sie Mammographien an der erhaltenen Brust u./o. der anderen Brust durchführen lassen. Bei einer rekonstruierten Brust ist im Allgemeinem keine Mammographie notwendig. Manchmal setzt der Arzt andere bildgebende Verfahren oder Labortests ein.

Ultraschall hat in der Nachsorge ebenfalls einen hohen Stellenwert; sofern die Brust abgenommen wurde (Ablatio), kann ein Rezidiv an der Brustkorbwand – besser als mit der Tastuntersuchung – durch den Ultraschall früh erkannt werden.